Donnerstag, 12. Februar 2015

Kakteengarten

Wir verbrachten eine Woche Ferien auf Lanzarote und besuchten dort unter anderem den Kakteengarten des lanzarotischen Künstlers und Architekten César Manrique.

Die vielfältigen Formen, Farben und Blüten der Kakteen waren faszinierend. Und vor dem Hintergrund der schwarzen Lavasteinchen kamen sie besonders schön zur Geltung.














In den wärme- und wasserspeichernden Lavasteinchen, den Lapilli, bauen die Bewohner der Vulkaninsel vor allem Wein, Zwiebeln, Knoblauch, Kartoffeln und Mais an.


Ich war fasziniert, was alles aus der kargen Lavalandschaft zu spriessen vermochte. Man beteuerte uns aber auch überall, dass es zur Zeit wegen des sehr regnerischen Winters aussergwöhnlich grün sei und dass so viele Blumen blühten wie sonst selten.


Jetzt sind wir wieder zurück im kalten Winterwetter und der Frühling scheint noch weit entfernt. Ich freue mich schon, wenn es dann bei uns wieder anfängt zu spriessen und zu blühen. 

Sonntag, 1. Februar 2015

Wintergartenpause






Der Garten liegt unter einer glitzernden Schneedecke, das Werkzeug ruht gut gefettet im Keller und die Gärtnerin geniesst die Gartenpause. 

Donnerstag, 1. Januar 2015

Rückblick Gemüsegarten 2014

Es ist wieder Zeit zurückzublicken: Was gedieh gut im Gemüsegarten und was weniger? Woran lag es? Das Jahr begann mit einem sehr frühen und warmen Frühling. Der Sommer war dann alles andere als ein richtiger Sommer, dafür entschädigte der Herbst mit vielen schönen und warmen Tagen. Frost gab es erst spät Anfang Dezember, so dass der Garten noch bis in den Winter hinein relativ grün und üppig war.


Artischocken: Endlich hat's geklappt! Eine Artischockenpflanze hat Blüten angesetzt und lieferte ein paar wunderbare Artischocken. Die zweite Pflanze machte nur Blätter und sah aus, als hätte sie sich vermehrt und als stünden dort jetzt drei Pflanzen ganz dicht nebeneinander. Möglicherweise sollte ich diese teilen. Ein bisschen Probleme gab es bei den Artischocken auch mit Ameisen und Blattläusen. Ich hoffe sehr, dass die Pflanzen den Winter gut überstehen und es auch nächstes Jahr wieder mit der Artischockenernte klappt.

Aubergine: Die Aubergine "Orlando" habe ich im Topf gezogen. Sie brauchte ein bisschen Zeit, aber ab Anfang September setzte sie ganz viele kleine längliche Früchte an, die wunderbar schmeckten. Der Ertrag von einer einzigen Pflanze war sehr gut. Ich würde diese Auberginen-Sorte sofort wieder anbauen.


Bohnen: Die Buschbohne "La Victoire" machte kräftige, schöne Pflanzen und lieferte einige gute Ernterunden mit eher langen, dunkelgrünen Bohnen. Die Sorte "Gartenglück" ist etwas weniger standfest. Wo sie genügend Platz hatte, verzweigte sich diese Bohne, was einen sehr hohen Ertrag brachte. Auch konnte ich die "Gartenglück" über eine sehr lange Zeit beernten. Die Bohnen sind etwas kleiner als bei "La Victoire" und hellgrün.
Die Stangenbohne "Blaue Adliswil" kam dieses Jahr auch sehr gut. Ich habe sie ab einer gewissen Höhe entspitzt, was die Verzweigung förderte und den Ertrag erheblich steigerte. In diesem Jahr hatte ich keine Probleme mit Läusen. Es war ein gutes Bohnenjahr mit viel Ertrag, den Überschuss an Bohnen konnte ich einfrieren und dörren.

Broccoli: Dieses Jahr hat es nun auch mit dem Broccoli geklappt, da ich diesen unter Netz anbaute. So blieben die Pflanzen gesund. Die Köpfe waren aber sehr klein. Sobald ich diese geerntet hatte, wuchsen aus den Blattachseln immer wieder kleine Röschen nach.

Gurken: Die Gurken wuchsen leider etwas kümmerlich und lieferten wenig Ertrag. Auch die Sorte "Marketmore", die sonst sehr gute Erträge liefert war enttäuschend. Der kühle Sommer hat da sicher nicht geholfen. Im Geschmack waren aber beide Sorten, "Marketmore" und "Kleopatra" sehr gut. Die kleine Cocktailgurke "Melothria Scabra" kam vor allem im Topf auf der Terrasse gut.


Herbstfenchel: Der Herbstfenchel blieb leider sehr klein und machte kaum richtige Knollen.

Karotten: Die ersten zwei oder drei Saaten keimten zwar immer sehr schön, wurden aber jeweils von Ameisen abgeräumt. Nur ein paar einzelne überlebten, diese wuchsen sehr schön und lang. Die letzte Saat wurde dann nicht mehr so stark dezimiert und so gab es im Herbst/Winter doch noch einige schöne Karotten.

Kartoffeln: Die Kartoffelpflanzen waren über lange Zeit schön und kräftig. Anfang Juli setzte dann aber leider doch die Krautfäule ein und ich musste etwas früher ernten als geplant. Die Sorte "Charlotte" lieferte trotzdem einen recht guten Ertrag. "Laura" war auch ganz gut, wobei ein paar Kartoffeln Drahtwürmer hatten. Die "Blaue St. Galler" lieferte am wenigsten Ertrag und die kleinsten Knollen und die Knollen faulten zum Teil. Vom Geschmack und der leuchtend violetten Farbe her, fand ich diese Sorte aber trotzdem eine Bereicherung. Ich würde aber sicher nicht nur auf sie setzen.


Kefen (Zuckererbsen): Auch 2014 war wieder ein wahnsinniges Kefen-Jahr! Die Pflanzen wurden wieder riesig und lieferten endlos viel Ertrag. Zum Glück hatte ich diesmal von Anfang an ein stärkeres Gerüst gebaut. Ich habe einige Päckchen eingefroren.

Knoblauch: Der Knoblauch kam etwas weniger gut als im Vorjahr. Die Pflanzen waren zwar lange Zeit schön, aber dann wurde es wohl zu feucht und ich habe den perfekten Erntezeitpunkt verpasst. Einige Knollen drohten zu faulen. Allgemein waren die Knollen kleiner als auch schon. Trotzdem denke ich, ist unser Jahresbedarf an Knoblauch weitgehend gedeckt.

Knollensellerie: Die Anzucht klappte eigentlich sehr gut, leider gingen dann im Hagel viele Pflänzchen kaputt, so dass nur noch wenige übrig blieben. Die Knollen wurden nicht sehr gross, schmecken aber sehr gut.

Kohlrabi: Die Anzucht im Haus wollte nicht gut gelingen. Die Direktsaat klappte viel besser. Unter Netz neben dem Broccoli angebaut, waren die Kohlrabi vor Schädlingen geschützt und kamen deshalb sehr schön.


Kürbis: Die "Butternut" Pflanze machte zwei mittelgrosse Kürbisse. Sie schmecken sehr gut. Die Sorte "Jack Be Little" war leider wieder eine Enttäuschung. Möglicherweise hatte ich auf dem Beet zu viele Sachen gepflanzt und sie hatten zu wenig Platz, denn früher kam mir diese Sorte immer sehr gut. Oder der Sommer war zu kühl.

Lauch: Ich hatte ein paar Lauchsetzlinge von der Nachbarin geschenkt bekommen. Diese wuchsen sehr unproblematisch und wurden schön gross.

Mangold: Auch der Mangold kam gut und die zwei Pflanzen lieferten über eine lange Zeit nach Bedarf die feinen gelben und roten Stiele.

Mizuna: Der Japanische Senfkohl kam zwar gut, schoss aber relativ schnell auf und begann zu blühen. Ich habe ihn etwas wenig beerntet, sonst wäre er vielleicht nicht so schnell aufgeschossen.

Nüsslersalat (Feldsalat): Es scheint nicht die ganze Saat aufgegangen zu sein, aber sonst ganz gut.

Patisson: Der Patisson wuchs eigentlich ganz schön, lieferte aber nur wenig Ertrag. Viele kleine Früchte wurden abgestossen, möglicherweise, weil es zu feucht war und die Blüten nicht genügend bestäubt waren.


Pastinaken: Die Pastinaken kamen sehr gut und es gab viele wunderschöne lange und dicke Wurzeln. Es sind noch immer einige im Boden, die ich bei Bedarf ausgrabe.

Radiesli: Meine Radies-Mischung mit langen weissen, runden roten und ovalen rot-weissen Radieschen kam super. Ich säte mehrmals.

Randen: Die Randen muss man gut vor Schnecken schützen, dann kommen sie schön. Die Sorte "Choggia" machte etwa Tennisball-grosse Knollen, die sehr gut schmecken und sehr dekorativ sind. Die Sorte "Cylindra" macht längliche Knollen mit einer sehr intensiven dunklen Färbung.


Rosenkohl: Unter Netzt angebaut, kommt der Rosenkohl gut. Möglicherweise hatte ich aber etwas zu dicht gepflanzt. Die Röschen sind sehr klein.

Sojabohne: Wo die Sojabohne genügend Platz in der Reihe hatte, kam sie sehr gut. Die Sorte "Schwarze Hokkaido" ist wirklich super für Edamame und schmeckt hervorragend. Leider war der Ertrag aber nicht sehr gross und vor allem nach kurzer Zeit vorbei.

Schaftzwieblen: Mit den Schaftzwiebeln hatte ich etwas Mühe. Die wollten nicht so recht, blieben dünn wie Schnittlauch. Vielleicht habe ich sie zu wenig ausgelichtet.

Tomaten: Die Tomaten habe ich wie immer in Kübeln gezogen. Es waren sehr schöne und grosse Pflanzen. Da der Sommer sehr kühl war, reiften sie relativ spät, ab Ende August gab es dann aber eine gute Ernte bis in den späten Herbst.


Zucchini: Die Zucchini stiess erst viele Früchte ab, da es zu Beginn der Blüte zu nass war. Danach gab es aber viele schöne Früchte von einer Pflanze. Die Sorte "Sultan" macht etwas kleinere, hellgrüne und schmackhafte Früchte.

Zwiebeln: Der Ertrag der roten und gelben Zwiebeln war in Ordnung, wenn auch nicht überragend. Zum Teil wollten die Zwiebeln aufschiessen und drohten später zu faulen. Die Zwiebeln wurden sehr unterschiedlich gross. Ich versuche dieses Jahr einmal die Zwiebeln im Frühling zu stecken und bin gespannt, ob das besser klappt.


Alles in allem war ich mit dem Gartenjahr 2014 sehr zufrieden, auch wenn ich im Herbst/Winter wegen unseres Umbaus nicht mehr so viel Zeit für den Garten hatte. Ich glaube aber, mein Garten war noch nie so schön und üppig wie im vergangenen Jahr und noch jetzt haben wir Gemüse aus dem Garten zu verwerten. Jetzt freue ich mich aufs nächste Gartenjahr und wünsche allen ein ertragreiches 2015!

Samstag, 27. Dezember 2014

Rosenkohl und Schnee

Meine erste Rosenkohl Ernte ist leider ein bisschen mickrig. Die Röschen blieben sehr klein und begannen dann bald einmal aufzublättern. Woran das wohl liegt?



Da für heute Schnee angekündigt war, habe ich gestern im Garten noch einiges aus dem Boden geholt. Viele kleine Karotten und Sellerie, den letzten riesigen Lauch und ein paar der Pastinaken.


Und wie versprochen war heute früh alles weiss.


Freitag, 12. Dezember 2014

Der Garten über die Jahreszeiten

Auch 2014 habe ich den Garten immer mal wieder aus der selben Perspektive fotografiert. Der Garten ist im ständigen Wandel und sieht keine zwei Tage gleich aus. 

 Januar

 März

 April

 Mai

 Juni

Juli

 August

 November

Dezember

Und hier die zweite Ansicht:

 März

 April

 Mai

 Juni

 Juli

 August

 September

 Oktober

Dezember

Erst diese Woche gab es übrigens den ersten Frost des Winters. Und ich habe kein einziges Schneefoto von diesem Jahr. Wenn es also nicht bald mal schneit, dann hatten wir hier, so weit ich mich erinnere, im ganzen 2014 keinen Schnee!

Samstag, 15. November 2014

November Garten Update

Unser Umbau beschäftigt uns immer noch sehr, so dass ich Garten und Blog weiterhin vernachlässige. Trotzdem mache ich natürlich regelmässig wenigstens einen kurzen Rundgang durch den Garten. Hier also endlich mal wieder ein Update:



Im Gemüsegarten gibt es immer noch einiges zu ernten. Pastinaken, Mangold, die letzten Karotten, Sellerie und Randen, Lauch und Feldsalat.






Der Herbstfenchel ist noch ein bisschen mickrig, ob sich da noch etwas tut?


Sehr gespannt bin ich auf meinen ersten Rosenkohl-Versuch, aber dazu ein andermal mehr... Es war ein wunderschöner, sonniger und warmer Herbst, der uns zumindest teilweise für den kühlen Sommer entschädigte. Und so blüht noch immer der Borretsch, der sich im Sommer selbst aussäte und die letzten Malvenblüten leuchten im nun grauen Herbstwetter.



Die Ende Oktober gesteckten Knoblauchzehen für die Ernte im nächsten Sommer treiben bereits aus.


Und vor allem reifen in meinen Balkonkästen tatsächlich immer noch Erdbeeren heran!


Aber damit ist es sicher bald vorbei. Es wird von Tag zu Tag kälter und trüber. Anfang November erntete ich die letzten Tomaten und räumte alle Tomatenstauden ab. Die nicht winterharten Kübelpflanzen kamen in den Keller. Man hätte sie zwar ruhig noch länger draussen lassen können, denn Frost gab es bisher glaub noch überhaupt keinen.



Der Gewölbekeller erweist sich übrigens bis jetzt als sehr guter Lagerkeller. Sowohl für die Äpfel als auch für die Kartoffeln.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Pastinaken

Die Pastinaken sind in diesem Jahr ganz wunderbar! Von Anfang an wuchsen sie gut und problemlos und seit August grabe ich immer mal wieder ein paar Wurzeln aus. Es sind immer noch viele übrig und ich werde noch den ganzen Winter lang ernten können, da Pastinaken auch bei Frost im Boden bleiben dürfen. Man sagt, sie werden nach ein bisschen Frost sogar noch schmackhafter, da sie dann süsser sind. 


Die lange Anbaudauer der Pastinaken lohnt sich meiner Meinung nach sehr. Man sät zwar schon zu Beginn des Frühlings (März/April), zeitgleich mit vielen anderen Gemüsepflanzen, aber wenn die Ernte bei den meisten dann vorbei ist, fängt sie bei den Pastinaken erst an. So besetzen die Pastinaken ihren Pflanzplatz zwar fast über das ganze Jahr und man kann somit keine Vor- oder Nachkultur anbauen, aber dafür hat man im Herbst und Winter ein wunderbares und vielseitig verwendbares Wurzelgemüse, welches nach Bedarf geerntet werden kann. Und wenn die Pastinaken mal gekeimt und vereinzelt sind, geben sie auch kaum noch zu tun. Auch Schädlinge hatte ich bei den Pastinaken noch nie! Einzig die Mäuse machen sich im Winter gerne mal an den nahrhaften Wurzeln zu schaffen. Wenn man also viele Wühlmäuse im Garten hat, sollte man sich überlegen, ob man die Wurzeln doch lieber ausgraben und in Sandkisten gepackt im Keller lagern will. Meine bleiben draussen. Auch weil ich es insgeheim richtig schön finde, wenn ich draussen in der Kälte mit klammen Fingern mein Gemüse ausgraben muss und es dann drinnen in der warmen Küche zubereiten kann. Zum Ausgraben noch ein Tipp: Man nehme eine Grabgabel. Die Wurzeln sind manchmal so dick und lang, dass man sie unmöglich einfach so herausziehen kann. Am Ende landet man auf dem Hintern und hält höchstens das langstielige Grün in der Hand. Ich spreche aus Erfahrung.