Sonntag, 4. Juni 2017

Holunder

Ich habe heute Holunderblütensirup gemacht. Das heisst, ich habe gestern die Blüten von unserem Strauch geschnitten und in Wasser gelegt und heute dann den Sirup gekocht und abgefüllt. Holundersirup kochen gehört ja bei Vielen zum jährlichen Standard-Programm, aber ich muss zugeben, ich habe das zum ersten Mal gemacht - und war erstaunt wie einfach es ist (und nun weiss ich auch, warum das Alle selber machen ;-)). Ich habe pro Liter Wasser ca. 10 Blüten verwendet, die Blüten ungefähr einen Tag im Kalten Wasser ziehen lassen, abgesiebt und mit 1kg Zucker pro Liter aufgekocht und noch je 20g Zitronensäure hinzugefügt. Heiss abfüllen - fertig!



Da wir zu viel Sirup und zu wenig Flaschen hatten, machten wir heute Abend gleicht noch eine Creme mit Holunderblütensirup nach Annemarie Wildeisen. Hier geht's zum Rezept. Dazu gabs vom Feld gepflückte Erdbeeren. 

Sonntag, 21. Mai 2017

Neues und Altbewährtes

Es ist bald Ende Mai und die Beete sind nun alle belegt. Ich habe dieses Jahr ein bisschen vereinfacht und mich auf die unkomplizierteren und bewährten Gemüsesorten konzentriert. Ein paar Neuigkeiten musste ich aber ausprobieren...


In Beet Nummer eins wachsen wie immer zuverlässig die Zuckererbsen, davor Patisson und Zucchini, erstmals probiere ich die Sorte "Runde von Nizza".


Beet Nummer zwei wird zu zwei dritteln von den roten Zwiebeln und Radieschen besetzt. Letztere sind schon fast abgeerntet und waren dieses Jahr so schön wie selten. Dies vor allem weil es fast keine Schnecken hat! Es war zu Beginn des Frühlings warm und sehr trocken bis Ende April nochmal der Frost kam. Diese Kombination schien den Schnecken nicht gut zu bekommen und beschert mir somit einen fast schneckenfreien Garten, wie ich das schon lange nicht mehr hatte! Dafür wird es wegen des Frosts zur Blütezeit der Apfelbäumchen dieses Jahr wohl keine Äpfel geben. Auf dem hinteren Drittel von Beet Nummer zwei probiere ich zum ersten Mal Pop-Corn Mais aus. Ich bin gespannt, ob das etwas wird!


Auf Beet drei wachsen an den Heinzen Gurken und erstmals Süsskartoffeln (ich will eine hochranken und eine am Boden kriechen lassen), auch da bin ich sehr gespannt, was daraus wird. Davor wachsen roter und gelber Mangold und Kräuter (zur Zeit vor allem Koriander).


Der Einfachheit halber habe ich dieses Jahr zwei Beete mit Kartoffeln bepflanzt. Es sind die Sorten "Blaue St. Galler" und "Laura" und ich glaube ein paar "Charlotte" waren auch noch dabei.


Auf dem letzten und sechsten Beet wachsen die Bohnen: Hier gibts nichts Neues, es sind die bewährten Stangenbohnen "Blaue Adliswil", die Buschbohne "Gartenglück" und die Sojabohne "Schwarze Hokkaido". Heute musste ich aber leider feststellen, dass in den Beeten Mäuse heimisch sind und stellte schweren Herzens wieder einmal die Topcat Falle auf.


Ab Mitte Juni ist bei uns wieder Baustelle. Wir renovieren den gesamten Dachstock inklusive Dach und Teile der Fassaden. Deshalb wird unser Haus während mehrere Monate komplett eingerüstet. Aus diesem Grund habe ich dieses Jahr keine Tomaten gezogen, da ich diese gerne in Töpfen unter dem Vordach aufstelle.

Donnerstag, 6. April 2017

Frühling

Langsam ist es so lange her seit meinem letzten Eintrag, dass ich mir fast überlege, den Blog ganz aufzuhören. Arbeit und Kind sowie zusätzliche Projekte beanspruchen viel Zeit und Energie und manche Dinge treten in den Hintergrund. Das ich kaum mehr zum bloggen komme, heisst aber nicht, dass ich den Garten aufgegeben hätte. Ich habe höchstens ein bisschen vereinfacht, die Setzlingsanzucht auf ein Minimum beschränkt und einen etwas unkomplizierteren Anbauplan gemacht. Aber gerade jetzt im Frühling - und es ist zur Zeit so richtig schön und auch schon wunderbar warm - zieht es mich wieder raus in den Garten und oft ist das graben in der Erde, das ansäen und sogar das jäten so meditativ, dass es auf mich eine ausgesprochen therapeutische Wirkung hat. Stress und Anspannung verfliegen und ich vergesse für einen Augenblick alles um mich herum.


Die Zuckererbsen und Radieschen spriessen bereits. Einige Kräuter, Blumen und Gründüngungen sind gesät und rote Zwiebeln gesteckt. 



Und seit unser Mädchen laufen kann, macht es auch ihr viel mehr Spass mit in den Garten zu kommen, vorsichtig auf den Gartenwegen zu gehen und mit der kleine Giesskanne die blühenden Aprilglocken zu giessen.


Und für mich wiederum gibt es nichts Schöneres, als ihr alle Blümchen und Käfer zu zeigen und zu beobachten wie sie konzentriert die Steine aus den Gartenbeeten herauspickt, sie in ihrem Kübelchen sammelt, um sie dann genüsslich in den Bach zu werfen.


Lieber Frühling, du tust uns wohl!

Samstag, 2. Juli 2016

Mohn und Ringelblumen im Gemüsegarten

Nun ist schon wieder ein Monat vergangen und der Garten sieht schon wieder ganz anders aus. Zur Zeit bestimmen Mohn und Ringelblumen das Bild, was vor allem morgens und abends wunderschön aussieht.


Besonders freut mich, dass sich der schöne lila Schlafmohn, ich denke es ist die Sorte "Planète rouge du Jura", offenbar im Gemüsegarten versamt hat und nun neben dem dunkelroten Klatschmohn und den Ringelblumen für Farbtupfer sorgt.






Die Ringelblumen haben als Heilpflanzen zudem positiven Einfluss auf Pflanzen und Boden und sind nützliche Nachbaren im Gemüsegarten.


Bei dieser wunderschönen riesigen Pusteblume handelt es sich um den Samenstand der Haferwurzel. Die Verwandte der Schwarzwurzel macht hübsche violette Blüten und eben noch viel hübschere Samenkugeln. Ich habe sie deshalb als Zierpflanze im Garten und habe die Wurzeln bisher nicht verwendet.


Auch der Borretsch blüht und seit einigen Wochen ernten wir Zuckererbsen.



Sehr vieles kommt aber noch etwas zögerlich oder wurde von den Schnecken arg angefressen. Im Juni hat es hier fast durchgeregnet. Wir waren knapp zwei Wochen in den Ferien, da hat es scheinbar fast konstant geregnet und als wir nach Hause kamen, hatten die Nacktschnecken so ziemlich die Alleinherrschaft über den Garten und über unserer Terrasse übernommen. Die Zucchini und Patisson hatten bei diesem nassen Wetter Mühe, hatten gelbliche Blätter und alle bisherigen Fruchtansätze wurden gefressen. Ich denke aber, dass sie sich nun langsam aber sicher doch durchsetzen werden.


Auch die Bohnen, die sonst meistens sehr unkompliziert wachsen, wurden stark angefressen und dezimiert und die Stangenbohnen sind von Läusen befallen. Ich bin aber zuversichtlich, dass es trotzdem noch eine ordentliche Bohnenernte geben wird. Anders darf es gar nicht sein, schliesslich liebe ich Bohnen aus dem Garten und würde nur schmerzlich darauf verzichten. Die Kartoffeln wachsen üppig, aber wenn es noch lange so viel regnet, dann wird sich früher oder später die Krautfäule breit machen. Das Zwiebelgrün wurde bei den meisten Zwiebeln ganz abgefressen, so dass ich mir keine grossen Hoffnungen für die Zwiebelernte mache. Auch die Kohlrabi sehen trotz Schneckenkrägen leider recht unappetitlich aus. Aber die Gurken wachsen ganz gut und auch die Tomaten in den Töpfen auf der Terrasse sehen trotz der Nässe noch immer gesund und kräftig aus.


Heute regnet es einmal mehr, dafür hatte ich nun endlich wiedermal Zeit für einen Blog-Eintrag. Es bleibt zu hoffen, dass der Juli warm und sonnig wird und sich die Schneckenplage von selbst löst.

Dienstag, 31. Mai 2016

Mai Garten

Der Mai ist fast zu Ende und morgen fahren wir in die Ferien. Im Mai passiert immer sehr viel im Garten. Es wächst und spriesst und blüht wie verrückt und es ist Zeit, die Bohnen zu stecken, Tomaten und alle anderen Wärme-liebenden Pflanzen ins Freie zu setzen, Keimlinge von Direktsaaten zu vereinzeln und die ersten Radieschen aufs Butterbrot zu legen... Anfang Mai sah es noch etwas karg aus im Garten:


Und so sieht es heute, nicht einmal einen Monat später, aus:


Die Kartoffeln im Beet in der Mitte sind schon hoch, auch die Zuckererbsen, Kohlrabi und Zwiebeln sind stark gewachsen. 







Da ich heute festgestellt habe, dass ein grosser Teil meiner Buschbohnen nicht gekeimt hat, respektive verschwunden ist (Vögel?), habe ich schnell nochmals nachgesät. Nun hoffe ich, dass bei unserer Rückkehr alle Bohnen aufgegangen sind. Die Sojabohnen und Stangenbohnen kamen interessanterweise alle.



Dienstag, 10. Mai 2016

Frühling in den Balkonkästen zum zweiten

Der bunte Zwiebelblumenreigen ging im April weiter mit verschiedenen Wildtulpen, Blaustern (blauem und weissem), Anemonen und Narzissen:








Es war wirklich eine wahre Freude! Nun ist aber bald alles verblüht und ich bin noch unschlüssig, was ich mit den Balkonkästen über den Sommer machen soll. Inzwischen ist es richtig warm und grün und im Gemüsegarten wachsen die Zuckererbsen, Zwiebeln, Kartoffeln und Kohlrabi und die ersten Radieschen sind erntereif. 

Dienstag, 29. März 2016

Frühling in den Balkonkästen

Zuerst spriessen die Krokusse und Schneeglöckchen...


 ... und fangen bald schon an zu blühen:




Die ersten Anemonen und Wildtulpen folgen:





Es ist Frühling in meinen Balkonkästen!


Und es bleibt spannend, jeden morgen schaue ich, was neues aufgeblüht hat oder was wohl seine grüne Triebspitze aus der Erde streckt. Im Herbst hatte ich über 150 Blumenzwiebeln von über 11 verschiedenen Sorten in die Kästen gesteckt. Krokusse, Schneeglöckchen, Anemonen, Wildtulpen, Narzissen und Blausterne. Mindestens noch bis im April sollten immer wieder neue Frühlingsblumen ihre Blüten öffnen, danach muss ich dann überlegen, was ich für den Sommer in die Kästen pflanzen will.