Donnerstag, 6. April 2017

Frühling

Langsam ist es so lange her seit meinem letzten Eintrag, dass ich mir fast überlege, den Blog ganz aufzuhören. Arbeit und Kind sowie zusätzliche Projekte beanspruchen viel Zeit und Energie und manche Dinge treten in den Hintergrund. Das ich kaum mehr zum bloggen komme, heisst aber nicht, dass ich den Garten aufgegeben hätte. Ich habe höchstens ein bisschen vereinfacht, die Setzlingsanzucht auf ein Minimum beschränkt und einen etwas unkomplizierteren Anbauplan gemacht. Aber gerade jetzt im Frühling - und es ist zur Zeit so richtig schön und auch schon wunderbar warm - zieht es mich wieder raus in den Garten und oft ist das graben in der Erde, das ansäen und sogar das jäten so meditativ, dass es auf mich eine ausgesprochen therapeutische Wirkung hat. Stress und Anspannung verfliegen und ich vergesse für einen Augenblick alles um mich herum.


Die Zuckererbsen und Radieschen spriessen bereits. Einige Kräuter, Blumen und Gründüngungen sind gesät und rote Zwiebeln gesteckt. 



Und seit unser Mädchen laufen kann, macht es auch ihr viel mehr Spass mit in den Garten zu kommen, vorsichtig auf den Gartenwegen zu gehen und mit der kleine Giesskanne die blühenden Aprilglocken zu giessen.


Und für mich wiederum gibt es nichts Schöneres, als ihr alle Blümchen und Käfer zu zeigen und zu beobachten wie sie konzentriert die Steine aus den Gartenbeeten herauspickt, sie in ihrem Kübelchen sammelt, um sie dann genüsslich in den Bach zu werfen.


Lieber Frühling, du tust uns wohl!

Samstag, 2. Juli 2016

Mohn und Ringelblumen im Gemüsegarten

Nun ist schon wieder ein Monat vergangen und der Garten sieht schon wieder ganz anders aus. Zur Zeit bestimmen Mohn und Ringelblumen das Bild, was vor allem morgens und abends wunderschön aussieht.


Besonders freut mich, dass sich der schöne lila Schlafmohn, ich denke es ist die Sorte "Planète rouge du Jura", offenbar im Gemüsegarten versamt hat und nun neben dem dunkelroten Klatschmohn und den Ringelblumen für Farbtupfer sorgt.






Die Ringelblumen haben als Heilpflanzen zudem positiven Einfluss auf Pflanzen und Boden und sind nützliche Nachbaren im Gemüsegarten.


Bei dieser wunderschönen riesigen Pusteblume handelt es sich um den Samenstand der Haferwurzel. Die Verwandte der Schwarzwurzel macht hübsche violette Blüten und eben noch viel hübschere Samenkugeln. Ich habe sie deshalb als Zierpflanze im Garten und habe die Wurzeln bisher nicht verwendet.


Auch der Borretsch blüht und seit einigen Wochen ernten wir Zuckererbsen.



Sehr vieles kommt aber noch etwas zögerlich oder wurde von den Schnecken arg angefressen. Im Juni hat es hier fast durchgeregnet. Wir waren knapp zwei Wochen in den Ferien, da hat es scheinbar fast konstant geregnet und als wir nach Hause kamen, hatten die Nacktschnecken so ziemlich die Alleinherrschaft über den Garten und über unserer Terrasse übernommen. Die Zucchini und Patisson hatten bei diesem nassen Wetter Mühe, hatten gelbliche Blätter und alle bisherigen Fruchtansätze wurden gefressen. Ich denke aber, dass sie sich nun langsam aber sicher doch durchsetzen werden.


Auch die Bohnen, die sonst meistens sehr unkompliziert wachsen, wurden stark angefressen und dezimiert und die Stangenbohnen sind von Läusen befallen. Ich bin aber zuversichtlich, dass es trotzdem noch eine ordentliche Bohnenernte geben wird. Anders darf es gar nicht sein, schliesslich liebe ich Bohnen aus dem Garten und würde nur schmerzlich darauf verzichten. Die Kartoffeln wachsen üppig, aber wenn es noch lange so viel regnet, dann wird sich früher oder später die Krautfäule breit machen. Das Zwiebelgrün wurde bei den meisten Zwiebeln ganz abgefressen, so dass ich mir keine grossen Hoffnungen für die Zwiebelernte mache. Auch die Kohlrabi sehen trotz Schneckenkrägen leider recht unappetitlich aus. Aber die Gurken wachsen ganz gut und auch die Tomaten in den Töpfen auf der Terrasse sehen trotz der Nässe noch immer gesund und kräftig aus.


Heute regnet es einmal mehr, dafür hatte ich nun endlich wiedermal Zeit für einen Blog-Eintrag. Es bleibt zu hoffen, dass der Juli warm und sonnig wird und sich die Schneckenplage von selbst löst.

Dienstag, 31. Mai 2016

Mai Garten

Der Mai ist fast zu Ende und morgen fahren wir in die Ferien. Im Mai passiert immer sehr viel im Garten. Es wächst und spriesst und blüht wie verrückt und es ist Zeit, die Bohnen zu stecken, Tomaten und alle anderen Wärme-liebenden Pflanzen ins Freie zu setzen, Keimlinge von Direktsaaten zu vereinzeln und die ersten Radieschen aufs Butterbrot zu legen... Anfang Mai sah es noch etwas karg aus im Garten:


Und so sieht es heute, nicht einmal einen Monat später, aus:


Die Kartoffeln im Beet in der Mitte sind schon hoch, auch die Zuckererbsen, Kohlrabi und Zwiebeln sind stark gewachsen. 







Da ich heute festgestellt habe, dass ein grosser Teil meiner Buschbohnen nicht gekeimt hat, respektive verschwunden ist (Vögel?), habe ich schnell nochmals nachgesät. Nun hoffe ich, dass bei unserer Rückkehr alle Bohnen aufgegangen sind. Die Sojabohnen und Stangenbohnen kamen interessanterweise alle.



Dienstag, 10. Mai 2016

Frühling in den Balkonkästen zum zweiten

Der bunte Zwiebelblumenreigen ging im April weiter mit verschiedenen Wildtulpen, Blaustern (blauem und weissem), Anemonen und Narzissen:








Es war wirklich eine wahre Freude! Nun ist aber bald alles verblüht und ich bin noch unschlüssig, was ich mit den Balkonkästen über den Sommer machen soll. Inzwischen ist es richtig warm und grün und im Gemüsegarten wachsen die Zuckererbsen, Zwiebeln, Kartoffeln und Kohlrabi und die ersten Radieschen sind erntereif. 

Dienstag, 29. März 2016

Frühling in den Balkonkästen

Zuerst spriessen die Krokusse und Schneeglöckchen...


 ... und fangen bald schon an zu blühen:




Die ersten Anemonen und Wildtulpen folgen:





Es ist Frühling in meinen Balkonkästen!


Und es bleibt spannend, jeden morgen schaue ich, was neues aufgeblüht hat oder was wohl seine grüne Triebspitze aus der Erde streckt. Im Herbst hatte ich über 150 Blumenzwiebeln von über 11 verschiedenen Sorten in die Kästen gesteckt. Krokusse, Schneeglöckchen, Anemonen, Wildtulpen, Narzissen und Blausterne. Mindestens noch bis im April sollten immer wieder neue Frühlingsblumen ihre Blüten öffnen, danach muss ich dann überlegen, was ich für den Sommer in die Kästen pflanzen will.

Sonntag, 10. Januar 2016

Rückblick Gemüsegarten 2015

Das letze Jahr war für mich geprägt von meiner Schwangerschaft und der Geburt unserer Tochter im August. Somit trat der Garten vor allem in der zweiten Jahreshälfte mehr und mehr in den Hintergrund. Bis zum Sommer aber war ich doch noch recht fleissig und bepflanzte meinen Garten wie in früheren Jahren. Zudem prägte ein ausserordentlich heisser Sommer, der schon früh begann das Jahr. Bereits im Mai gingen wir bei fast 30 Grad zum ersten Mal ins Schwimmbad! Dieser lange und heisse Sommer wurde vor allem von den südländischen Gemüsepflanzen geschätzt. Der Herbst war sehr trocken und lange auch schön. Dann wurde es zwar schon relativ früh mal kalt und im November fiel der erste Schnee, aber der Dezember war dann wieder viel zu warm. Insgesamt geht das Jahr 2015 als wärmstes Kalenderjahr der Schweiz seit Messbeginn in die Geschichte ein.



Auberginen: Ich hatte zum erste Mal Auberginen aus Samen selber gezogen. Und zwar die Sorte "Longue violette hâtive". Die Auberginen brauchten ewig zum keimen und ich dachte schon, dass das nichts wird, aber dann kamen sie doch und ich zog drei schöne Pflanzen in Töpfen auf der Terrasse heran. Die Ernte war super! Wunderschöne grosse und schmackhafte Früchte! Ich werde diese Sorte auf jeden Fall wieder ziehen.

Bohnen: Sowohl Buschbohnen als auch Stangenbohnen kamen zuverlässig wie immer und lieferten einen guten Ertrag. Ich pflanzte die selben Sorten an wie letztes Jahr. Die Buschbohne "Gartenglück", "La Victoire" und die Stangenbohne "Blaue Adliswil". Auch konnte ich zum Ende der Saison wie immer reichlich Saatgut für's kommende Gartenjahr ernten.


Broccoli: Den Broccoli baute ich wie im Vorjahr unter Netz an, was sich bewährt. Es gab schöne Köpfe und nach der Haupternte noch ein paar kleinere Röschen aus den Seitenachseln.

Gurken: Der heisse Sommer schien meinen Gurken sehr gut zu gefallen. Im Frühling hatten die Pflanzen noch etwas Mühe, da die Temperaturen ein paar mal stark schwankten, aber danach kamen sie sehr gut und lieferten einen aussergewöhnlich guten Ertrag. Vor allem die Sorte "Marketmore", aber auch die kleine "Kleopatra" machten unzählige schmackhafte Früchte.

Karotten: Es gab einige sehr schöne und lange Karotten in bunten Farben. Im grossen und ganzen muss ich aber sagen, dass Karotten schon sehr aufwändig sind, was sich eigentlich nur mit dem feinen Geschmack von selbstgezogenen Karotten rechtfertigen lässt. Aufwand und Ertrag sind oft nicht wirklich im Verhältnis.


Kartoffeln: Ich glaube, dies war die schlechteste Kartoffelernte seit ich einen Garten habe. Die Pflanzen waren klein und verdorrten sehr früh und somit gab es nur wenige und kleine Knollen. Möglicherweise hätte ich mehr wässern sollen. Ich hatte nämlich im Sommer irgendwann gelesen, dass für die Kartoffelbauern der heisse Sommer sehr problematisch sei und dass sie viel wässern müssen. Tja, hoffentlich klappt's im 2016 wieder besser.

Kefen (Zuckererbsen): Die Zuckererbsen-Pflanzen wurden zwar nicht ganz so riesig wie in den beiden Vorjahren, aber die Ernte war doch zuverlässig und gut wie immer.

Knoblauch: Ich hatte wohl wieder nicht den idealen Erntezeitpunkt für meinen Knoblauch erwischt. Viele Knollen sprangen bereits auf. Auch blieben die Knollen sehr klein. Im Herbst habe ich es nun für einmal versäumt Zehen zu stecken und werde somit im 2016 auf die Knobliernte verzichten müssen.

Knollensellerie: Hmm. Ich weiss, ich hatte Knollensellerie aus Samen angezogen, aber ich kann mich gar nicht erinnern, was mit diesen geschehen ist. Möglicherweise habe ich mal ein, zwei kleine Knollen geerntet, aber viel war da sicher nicht.


Kohlrabi: Unter Netzt angebaut kommt der Kohlrabi schön. Ich habe dieses Jahr aber ein paar gekaufte Setzlinge gepflanzt, da ich die Anzucht immer schwierig und unbefriedigend finde.

Kürbis: Ich hatte mich aus Platzgründen auf die Sorte "Jack Be Little" beschränkt, aber auch dieses Jahr war wieder enttäuschend. Zwei, drei kleine Kürbisse von drei Pflanzen. Ich frage mich, ob ich die Kürbisse im kommenden Jahr ganz sein lasse.

Mangold: Zwei wunderschöne rote Mangold-Pflanzen lieferten reichlich Stiele, die nach Bedarf und noch bis spät in den Winter hinein beerntet werden konnten.


Patisson: Der Patisson war etwas enttäuschend. Es gab nur wenige, wenn auch schöne und leckere Früchte.

Pastinaken: Ich musste zweimal säen, da von der ersten Saat kaum noch etwas keimte. Danach kamen die Pastinaken aber gut. Es befinden sich noch einige im Boden.

Peperoni: Auch erstmals zog ich dieses Jahr Peperoni aus Samen. Es war die Sorte "Wieser Milder", deren Früchte aussehen wie Chilis. Sie sind aber, wie der Name schon sagt, mild und eben eigentlich eine Peperoni und keine Chili. Ich zog zwei Pflanzen in Töpfen an der Hausmauer und diese kamen sehr gut und lieferten zahlreiche wunderschöne leuchtend rote Früchte. Einige davon liess ich im Haus trocknen. Man sollte daraus Paprika machen können, was ich aber noch nicht gemacht habe.


Radiesli: Radieschen sind ja meist unkompliziert und sie kamen auch dieses Jahr gut. Ich war aber etwas faul mit nachsäen, weshalb wir nur im Frühling in den Genuss kamen.

Randen: Mit den Randen geht es mir ähnlich wie mit den Karotten oder dem Knollensellerie. Der Aufwand für die Anzucht und der Ertrag stehen ein bisschen in einem Missverhältnis. Randen brauchen ein bisschen Pflege und dafür hatte ich nicht so viel Zeit. Somit gab es halt nur ein paar wenige, wenn auch sehr feine Knollen der Sorte "Chioggia". Die Sorte "Cylindra" kam diesmal gar nicht.

Rhabarber: Auch wenn wir ihn eher als Obst verwenden, zählt der Rhabarber ja eigentlich zu den Gemüsen, weshalb ich ihn hier mit in die Liste nehme. Die im vorjährigen Frühling gepflanzten Ableger zeigten sich zeitig im März und wuchsen ganz gut heran. Von der kräftigsten Pflanze konnte ich einige erste Stiele ernten. Da die Pflanzen aber noch immer relativ klein waren, liess ich den Grossteil noch stehen und hoffe, dass sie im 2016 noch kräftiger und grösser austreiben werden.


Sojabohne: Die Sojabohne "Schwarze Hokkaido" kam erneut sehr gut, die Schoten für Edamame sind köstlich, aber der Spass dauert halt nur relativ kurz. Es gab aber schon mehr Ertrag als letztes Jahr und ich konnte erneut viele reife Samen als Saatgut für's kommende Jahr ernten.

Tomaten: Die Tomaten kamen sehr schön, das heisse Wetter war ihnen bei genügender Bewässerung gerade recht. Ich baute die Tomaten wie immer in Töpfen an. Leider hatte ich fast nur Cherry-Tomaten angebaut, da ich davon so viele gezogen hatte. Nächstes Jahr möchte ich wieder mehr grössere Tomatensorten.


Zucchini: Da meine restlichen "Sultan"-Samen nicht mehr keimen wollte, kaufte ich schliesslich einen Setzling einer klassischen grünen Sorte. Sie kam gut, der Ertrag war aber nicht aussergewöhnlich.

Zwiebeln: Das Zwiebel-Stecken im Frühling hat sich bewährt. Rote und gelbe Zwiebeln kamen schön und ich konnte im Juli meine ersten Zwiebelzöpfe binden.

Ich hoffe, im kommenden Jahr wieder mehr Zeit für den Garten und für den Blog zu haben und wünsche allen Gärtnerinnen und Gärtnern ein erntereiches 2016!