Montag, 16. März 2020

Erste Aussaat, letzte Ernte

Die momentane Situation mit dem Corona Virus und die Notwendigkeit zu Hause zu bleiben, um Risikogruppen zu schützen und das Gesundheitssystem zu entlasten, hat wenigstens zur Folge, dass man Zeit hat, sich vermehrt um den Garten zu kümmern - was übrigens auch eine sehr gute Beschäftigung für die Kinder ist. Zum Glück ist wunderbares Frühlingswetter und ich säte am Samstag die ersten Saaten ins Freie: Karotten, Radieschen und Pastinaken. Zuckererbsen sollen auch bald folgen. Zudem haben wir einige Blumen und Tomaten in Anzuchttöpfe gesät und im Haus unter das grosse Dachfenster gestellt.


Während ich also die ersten Beete bereitmache für neue Saaten, erntete ich heute wohl zum letzten Mal Federkohl von den noch übrigen Pflanzen vom letzten Herbst. Ein wunderbares Gemüse, welches den ganzen Winter über und bis ins Frühjahr vitaminreiche Blätter liefert, die laufend geerntet werden können.

In diesem Sinne, bleiben wir zu Hause, kümmern wir uns um unsere Gärten und helfen wir so alle mit, diese Krise möglichst gut zu überstehen!

Donnerstag, 26. September 2019

Frisches Gemüse für Herbst und Winter: Pak Choi und mehr

Die Tage werden wieder kürzer und kühler. Und auch wenn es zwischendurch, wenn die Sonne scheint, noch richtig warm ist, ist es doch eindeutig Herbst geworden. Der Sommer bescherte uns reichlich knackige Gurken und herrliche Tomaten, Zucchini und endlos viele Bohnen. Nur die Kartoffelernte war so schlecht, wie wohl noch nie zuvor. Mitte August pflanzte ich dann auf die abgeernteten Beete (dort wo Kartoffeln und Zuckererbsen gestanden hatten) Federkohl, Lauch, Kohlrabi, Fenchel und Pak Choi.



Wo es noch Platz hatte säte ich etwas Pflücksalat, Radieschen und Mizuna. Letztere sind bereits erntereif und auch der Koriander hatte sich nochmals selbst versamt und ist wieder wunderbar jung und frisch. Was mich aber ganz besonders freut, ist, wie gut der Pak Choi gedeiht!


Ich hatte es schon früher mal damit versucht, aber die Pflanzen wurden irgendwie nicht richtig gross und Ende Herbst erntete ich nur ein paar mickrige Exemplare. Diesmal scheint es ihnen aber bestens zu behagen und so konnte ich bereits gestern drei wunderschöne, grosse Pak Chois ernten.


Auch Federkohl und Lauch wachsen zur Zeit gut. Aber die Fenchelknollen sind noch sehr klein. Diese sind bei mir eben auch noch nie wirklich gross und schön geworden. Aber wer weiss, vielleicht klappt es dieses Jahr damit ja auch.

Donnerstag, 13. Juni 2019

Kinder-Garten

Etwas vom Schönsten für mich ist es, den Garten zusammen mit meinen Töchtern zu erleben und zusammen mit ihnen auf Entdeckungsreise zu gehen, Pflanzen zu setzen und zu säen und schliesslich gemeinsam zu ernten. Sophia weiss genau, wo der Gewürzfenchel steht, auf welchem sie zuerst nach den winzig kleinen gelben Eiern und später nach den Raupen des Schwalbenschwanz Falters sucht.



Sie freut sich über Marienkäfer und kleine Schnecken (sofern sie Häuser haben - Nacktschnecken findet sie eklig... möglicherweise habe ich sie da etwas beeinflusst...)



Und natürlich liebt sie es Radieschen aus dem Boden zu ziehen und freut sich, wenn dann die Beeren reif sind und direkt vom Strauch in den Mund wandern dürfen.



Ich pflanze vermehrt Gemüsesorten an, die auch den Kindern Freude machen. So versuchen wir es dieses Jahr mit farbigem Mais und kleinen Snack-Gurken, haben immer bunte Radieschenmischungen und verschiedenfarbige Kohlrabi und Kartoffelsorten im Garten und natürlich Tomaten in möglichst unterschiedlichen Grössen und Farben. 




Bei uns sind auch Zuckererbsen und Sojabohnen für Edamame sowie Physalis und Ananaskirschen sehr beliebt.


Und die meisten Kinder mögen bunte Blumen. Davon könnte es bei mir noch etwas mehr haben. Aber Sonnenblume und Strohblümchen wurden von den Schnecken gefressen und auch die mit Sophia gezogenen Schokoladen-Blumen (sie sollen nach Schokolade duften) wollen nicht wirklich wachsen. Eventuell wird aber aus der Lakritz-Tagetes noch etwas. Diese schmeckt nach Lakritze und kann genascht, auf einen Fruchtsalat gestreut oder getrocknet als Tee verwendet werden.

Sonntag, 14. April 2019

April, April

Mit den ersten warmen Tagen richteten wir Ende März mit vereinten Kräften in kurzer Zeit den Garten her. 



Da die alten Bretter vom Wasserrad, welche in den letzten Jahren als Gartenwege dienten, nun definitiv zu morsch wurden, bestellten wir neue einfache Holzladen welche als Gartenwege dienen sollen.


Aus den übrigen Abschnitten der Holzladen baute Simon gleich noch einen Sandkasten für die Kinder, damit diese sich beschäftigen können, wenn ich etwas im Garten arbeiten will. Am 30. März säten wir Radieschen, Petersilie und Zuckererbsen und setzten die ersten frühen Kartoffeln. Zudem säten wir doch ein paar Sachen in Saattöpfchen und stellten diese ins Haus.


Am 4. April schneite es und die vergangenen Frühlingstage schienen wie geträumt. 


Seither wechselten sich sonnige und windige Tage ab, manchmal war es fast warm, heute ist es schrecklich kalt. April, April eben. Ab morgen aber soll es nun endlich langsam so richtig Frühling werden und bis Ostern werden die Temperaturen wohl ordentlich ansteigen. Wir fahren nächsten Mittwoch in die Ferien. Davor will ich noch die Blauen St.Galler Kartoffeln setzen. Alles andere kann warten bis im Mai.

Montag, 19. November 2018

Apfel, Birne, Nuss...

Was für ein unglaubliches Früchtejahr! Überall hingen die Apfelbäume so voll, dass die Äste zu brechen drohten, kiloweise Quitten und Baumnüsse konnten geerntet werden und sogar unser noch winziges Birnenbäumchen brachte 8 Birnen zum reifen (die übrigen stiess es frühzeitig ab, sonst wären die dünnen Äste sicher gebrochen).





Sowieso war es einfach ein fantastisches Gartenjahr, trotz der Trockenheit. Noch bis weit in den Herbst hinein hatten wir herrliches, sonniges und warmes Wetter und die Blätter an den Bäumen waren so bunt, wie ich es hier noch fast nie gesehen habe. Nun ist es aber definitiv Winter geworden. Heute ist es eisig kalt und die ersten Schneeflocken fallen vom Himmel. 

Montag, 15. Oktober 2018

Süsskartoffel

Ich hatte es schon letztes Jahr versucht, aber da wurden meine beiden Pflanzen an den Wurzeln abgefressen. Dieses Jahr pflanzte ich dann einfach nochmals versuchsweise eine Süsskartoffel-Pflanze und diesmal klappte es.


Schon bald zeigten sich die ersten wunderschönen Blüten und die Pflanze rankte in alle Richtungen, am Klettergerüst der Gurken hoch und in die umliegenden Beete hinein.  



Süsskartoffeln gehören zu den Windengewächsen und die schönen Blüten erinnern an die Prunkwinden, welche zur Zierde gepflanzt werden. Da die Pflanze sehr lange Ranken macht, ist es sinnvoll, sie an einem Klettergerüst hochranken zu lassen, damit sie nicht zu viel Platz am Boden einnimmt. Allerdings sind die Ranken nicht sehr dicht und ich hatte nicht das Gefühl, dass sich die umliegenden Pflanzen gestört fühlten. Im Gegenteil, der Boden wird beschattet, was ja in diesem trockenen Sommer von Vorteil war. Im September wurde ich dann langsam nervös, vor allem da ich im Garten immer mehr Mäuse oder Maulwurfshügel entdeckte und um meine Knollen fürchtete. Aber man soll die Knollen eben nicht zu früh ausgraben und warten, bis die Blätter langsam gelb werden. Anfang Oktober konnte ich nicht mehr warten und zusammen mit Sophia stachen wir vorsichtig und gespannt mit der Grabegabel in die Erde und hoben eine riesige leuchtend rote Knolle aus der Erde:


Insgesamt waren es drei grosse Stücke und dann noch ein paar kleine Ableger. Eine einzelne Pflanze gibt also nicht allzu viel her, obwohl, wenn man das Gewicht der Knollen bedenkt, ist der Ertrag wohl ähnlich wie bei einer Kartoffel.



Da die Süsskartoffeln nicht ganz einfach zu lagern sind, haben wir zwei der drei grossen Knollen und die übrigen kleinen Ableger bereits gegessen und sie schmeckten wirklich ausgezeichnet. Aus den kleinen Ableger-Wurzeln könnte man natürlich auch neue Pflanzen ziehen. Der Anbau schien mir insgesamt recht unkompliziert und ich werde wohl nächstes Jahr wieder ein, zwei Pflanzen neben die Gurken setzen.

Freitag, 7. September 2018

Andenbeeren und Ananaskirschen


Physalis oder Andenbeeren waren eine zeitlang die neue Trendfrucht in den Restaurants. Das ist nun schon eine Weile her und die meisten kennen wohl inzwischen die hübschen Lampions mit den gelben, säuerlichen Früchten. Etwas weniger bekannt scheint mir die kleine Schwester der Andenbeere zu sein: die Ananaskirsche, auch Erdkirsche genannt. Ich habe dieses Jahr von beiden Sorten je eine Pflanze in den Garten gesetzt und beide kamen sehr gut. Sie unterscheiden sich in einigen Punkten voneinander.


Die Ananaskirsche macht kleinere und süss nach Ananas schmeckende Früchte, die bei Reife zu Boden fallen. Die Staude wird weniger hoch und ihre Früchte reifen wesentlich früher als die der Andenbeere. Im diesjährigen trockenen und warmen Sommer konnte ich die kleinen Beeren regelmässig einsammeln und noch kurz an der Sonne nachtrocknen lassen, wenn sie bereits am Boden gelegen hatten. In einem nassen Sommer stelle ich mir das etwas schwieriger vor. So haben wir aber seit Wochen immer eine Schale mit den hübschen, kleinen Lampions auf dem Tisch und naschen davon, wenn wir Lust haben. Die Früchte bleiben in den Lampions problemlos einige Tage frisch, aber bei uns sind sie immer schnell weg, da Sophia sie sehr gerne mag (das Auspacken aus der raschelnden, papierartigen Hülle trägt da sicher zum Reiz bei).


Die Andenbeere wächst aufrechter in die Höhe, die Pflanze wird allgemein grösser und die Früchte bleiben länger hängen, so dass man die schönen Lampions direkt von der Pflanze pflücken kann. In früheren, kälteren Jahren dauerte es bei mir manchmal zu lange, bis die Früchte reif waren und die Ernte war entsprechend verkürzt. Dieses Problem haben wir in diesem warmen und trockenen Sommer nicht. So sollten wir auch bei den Andenbeeren noch über Wochen, spätestens bis zum ersten Frost ernten können. Mir schmecken die saureren Andenbeeren eigentlich genau so gut wie die süssen Ananaskirschen und ich denke, ich werde nächstes Jahr wieder beide Sorten pflanzen.


Auf den beiden Bildern oben sind jeweils beide Sorten zusammen abgebildet. Die grösseren Andenbeeren und die kleinen Anananaskirschen.