Sonntag, 19. Mai 2013

Pflanzarbeiten

Vor zehn Tagen pflanzte ich die Tomaten aus. Da ich für den Garten kein geschütztes Tomatenhaus habe, aus Platzgründen und auch weil ich so die besten Erfahrungen gemacht habe, pflanze ich meine Tomaten immer in Kübel und stelle sie an die Terrassenmauer unters Vordach, wo sie zumindest ein bisschen vor Regen geschützt sind. Dieses Jahr sind es 11 Pflanzen und 8 verschiedene Sorten.


Gestern kamen die Gurken, Kürbisse, Zucchini und Physalis ins Freiland. Da ich bei der Setzlingsanzucht etwas schlechte Lichtverhältnisse hatte, schossen einige meiner Keimlinge ziemlich stark in die Höhe. Ich habe versucht, sie ein bisschen tiefer einzupflanzen und hoffe, dass sie nun trotzdem kräftig anwachsen.



Gegen Schneckenfrass helfen meiner Meinung nach einzig und allein die Schneckenkrägen. Alle anderen (natürlichen) Methoden bringen wenig bis gar nichts. Diese Krägen sind zwar nicht besonders hübsch, aber sie schützen die jungen Pflänzchen wirklich sehr zuverlässig.

Gestern kamen zudem Busch- und Stangenbohnen in den Boden. Für einmal habe ich mich bei diesen Pflanzungen an den Mondkalender gehalten. Ob das irgend etwas bringt, weiss ich nicht. Ich habe das vorher nie beachtet und habe auch nicht vor, mich von nun an streng daran zu halten, aber nützts nüt, so schads nüt.

Mittwoch, 8. Mai 2013

Mai Garten

Ich mag den Garten im Mai. Es blüht und wächst und doch ist die Natur noch nicht ganz so schwer zu bändigen wie später im Sommer. Es gibt zwar viel zu tun, aber man sieht auch noch gut, was man gearbeitet hat. So ordentlich ist mein Garten im Sommer jedenfalls nie...


Heidelbeerblüten:

Apfelblüten:



Kartoffeln:

Karotten:

Knollensellerie:

Wunderschöne und duftende Tulpen "Angelique":

Dienstag, 30. April 2013

Setzlingsmarkt

Meine allerliebsten Nichten haben kürzlich einen Setzlingsstand mit selber gezogenen Setzlingen betrieben:




Die fleissigen Verkäuferinnen boten Tomaten, Gurken, Melonen, Kürbis und Chili an. Ich erstand eine Tomate "Coeur de Boeuf", eine Cherry Tomate, eine Melone "Boule d'Or", eine Schlangengurke und eine orange Chili "Cheyenne". 

Samstag, 20. April 2013

Schachbrettblume

Die zierlichen Schachbrettblumen (Fritillaria meleagris), auch Schachblume oder Kiebitzei genannt, haben ihre Blüten geöffnet:




Im Gegensatz zu den Tulpen werden die Schachbrettblumen von den Mäusen gemieden. Es scheint, als hätten alle im Herbst gesteckten Zwiebeln überlebt. Bei den Tulpen ist nur ungefähr ein Fünftel übrig geblieben und der Zierlauch scheint ganz verschwunden zu sein...

Donnerstag, 18. April 2013

Intensive Gartentage

Mit unserer Rückkehr aus Frankreich ist auch der Frühling in der Schweiz eingetroffen. Ich habe zwei intensive Gartentage hinter mir: Kürbisse, Gurken und Zucchini wurden in Anzuchttöpfe gesät, im Garten habe ich die Kartoffeln gesteckt und Randen ausgesät und viel gehackt und gejätet, den Boden aufgelockert und die Wildnis ums Haus herum gebändigt. Jetzt ist die Gärtnerin todmüde aber glücklich.


Die Kefen spriessen. Es sind alle aufgegangen. Das eigene Saatgut scheint sich zu bewähren.

Donnerstag, 11. April 2013

Der Garten auf La Ouaïtte

Ich finde es immer spannend, in andere Gärten zu schauen. Hier in Traversères steht bereits alles in voller Blüte und die Natur hat ein ganzes Stück Vorsprung.


In der Wiese vor dem Pflanzplätz blühen die wilden Orchideen und die Artischocken im Garten stehen bereits kniehoch.
Die lehmige, harte und im Sommer oft sehr trockene Erde stellt ganz besondere Ansprüche an die Gemüsegärtnerin. Jahrelange Bodenbearbeitung war Voraussetzung für einen guten Ertrag. Die Arbeit hat sich aber sicher gelohnt: Das ganze Jahr hindurch bietet der wunderschöne Garten frisches Gemüse und Früchte für einen herrlichen Speisezettel, in dessen Genuss wir zur Zeit kommen. 

Samstag, 6. April 2013

Ferien

Wir sind seit gestern in Traversères, im Südwesten Frankreichs. Im Frühling in die Ferien zu fahren, ist für Gemüsegartenbesitzer nicht ganz einfach. Es gibt endlos viel zu tun und der Garten benötigt so viel Pflege, wie sonst kaum im Gartenjahr. Wenn man selber Setzlinge ziehen will, wird es noch schwieriger. Und dann verpasst man sicher, wie alles schön spriesst und blüht, während man weg ist. Nie beobachte ich den Garten so genau, wie im Frühling, wenn ich mich über jedes Pflänzchen freue, welches den Winter überstanden hat, über jede Zwiebelblume, von der ich gar nicht mehr wusste, dass ich sie im Herbst gesteckt hatte. In diesem Jahr hinkt die Natur (und auch das Wetter) in der Schweiz rund zwei bis drei Wochen hinterher, daher fiel mir das Wegfahren nicht ganz so schwer. Den Grossteil der Setzlingsanzucht habe ich auf später verschoben, aber vor unserer Abreise wollte ich wenigstens noch etwas im Garten aussäen. Obwohl es immer noch relativ kühl war, säte ich vor drei Tagen endlich Kefen, Pastinaken, Radiesli, Karotten, Koriander und einige Blumen aus.


Der im Herbst gesteckte Knoblauch ist schon kräftig gewachsen. Die Holzstäbe dienen später als Kletterhilfen für die Kefen und markieren zugleich die Saat.
Ich bin gespannt, wie der Garten aussieht, wenn wir in zehn Tagen zurückkommen.