Samstag, 18. Oktober 2014
Sonntag, 12. Oktober 2014
Kürbis
Samstag, 4. Oktober 2014
Samengärtnerei
Es ist wieder Zeit für die Samenernte. Ich bin immer begeistert von der unglaublichen Vielfalt und finde die eigene Saatgutgewinnung eine sehr schöne Arbeit im Garten. Kaum zu glauben, dass aus diesen trockenen Hülsen im nächsten Jahr wieder junge grüne Pflänzchen wachsen. Nebst der Saatgutgewinnung lassen sich manche Samen aber auch so weiterverwenden. Bohnenkerne als Trockenbohnen zum Beispiel oder Koriander- und Fenchelsamen als Gewürz oder Mohnsamen zum backen.

Längliche Samen der Cosmea

Die tiefschwarzen, festen Samen der Prunkwinde stecken in einer kleinen runden Kapsel.
Reife Samen der Sojabohnen "Schwarze Hokkaido". Die meisten Sojaprodukte werden aus den Samen gewonnen. Ich habe die Sojabohne aber eben für Edamame angebaut, also für die grünen unreifen Schoten und brauche die Samen deshalb nur als Saatgut für's nächste Jahr.
So schön gesprenkelt sind die Samen der Buschbohne "Gartenglück".
So schön gesprenkelt sind die Samen der Buschbohne "Gartenglück".

Etwas umspektakulärer ist der grosse weissrosa Kern der Stangenbohne "Blaue Adliswil". Die Samen sollen sich auch als Trockenbohnen eignen, was ich dieses Jahr mal ausprobieren will (man weicht die getrockneten Kerne ein und kocht sie dann in Suppen oder Chilis) .
Auch beim Buchweizen werden die geschälten Körner weiterverarbeitet (zu Mehl, Griess oder Graupen), aber ich sammle sie, damit ich sie nächstes Jahr wieder als Gründünger aussäen kann.
Diese lustig geringelten Samen stammen von der Ringelblume. Daher hat die Ringelblume auch ihren Namen. Ich werde die Samen verschenken, denn die Ringelblume sät sich sehr zuverlässig und üppig selbst aus.
Und diese kleinen Schnecken sind Malvensamen.

Die tiefschwarzen, festen Samen der Prunkwinde stecken in einer kleinen runden Kapsel.
Und die Samen des giftigen Stechapfels sind von einer extrem stachligen Hülse umgeben.
Leicht und filigran und mit einer Art Gleitschirm ausgestattet, damit sie der Wind forttragen kann, sind die Samen der Haferwurz.
Gewürzfenchelsamen schmecken sehr gut im Tee und sind gut für die Verdauung oder mit Honig bei Husten. Egal ob als Saatgut oder für die Küche, alle Samen müssen trocken, dunkel und möglichst luftdicht gelagert werden.
Samstag, 27. September 2014
Schöne Zaunkletterer
Zum Beranken des Kastanienzauns hatte ich unter anderem Staudenwicken aus Samen gezogen. Es dauerte zwar recht lange, bis die Wicken nach dem Auspflanzen schliesslich den Zaun hochkletterten, aber die Blüten entschädigten für die Wartezeit. Die Staudenwicke ist winterhart und mehrjährig und sollte daher auch nächstes Jahr wieder den Zaun hochklettern.
Die Prunkwinde wuchs etwas schneller, wobei meine ersten ausgepflanzten Setzlinge von den Schnecken gefressen wurden. Ich säte schliesslich nochmals direkt in die Erde, was gut funktionierte. Die grossen blau-violetten Blüten heben sich wunderschön vom grau verwitterten Zaun ab. Prunkwinden sind einjährig und nicht frosthart. Man muss also jedes Jahr neu säen.
Auch die kleine Cocktailgurke "Melothria scabra" sollte am Kastanienzaun hochklettern.
Viel besser kamen sie aber im Topf auf der Terrasse, wo sie ebenfalls an einem kleinen Gatter hochklettern konnten und viele kleine Früchte ansetzten:
Freitag, 19. September 2014
Keine Zeit für den Garten
Bei uns ist seit zwei Wochen Baustelle, da wir unser Haus renovieren und auch sonst ist viel los und so muss der Garten halt warten (hehe, das reimt sich!). Zum Glück ist der September Garten genügsam und es ist die Zeit, wo man täglich ernten kann, ohne viel dafür zu tun. Giessen muss man kaum noch, auch das jäten ist nicht mehr so wichtig, jetzt wo die Pflanzen gross sind und alles langsamer wächst. Heute hatte ich nun endlich mal wieder etwas Zeit für den Garten. Ich habe die angezogenen Kugeldisteln und Stockrosen ausgepflanzt und verschiedene Mohnsorten gesät (ich habe gelesen, wenn es im Frühling nicht geklappt hat mit der Mohnsaat - wie bei mir - , könne man es im Herbst nochmals versuchen). Ich habe ein bisschen gejätet und vor allem habe ich geerntet:
Mit vollgepackter Gemüsekiste fahren wir morgen für ein paar Tage ins Berner Oberland und erholen uns hoffentlich vom Baustress.
Montag, 8. September 2014
Sojabohne / Edamame
Wer gerne Sushi isst, kennt vielleicht auch den leckeren japanischen Snack "Edamame". Junge, grüne Sojabohnen werden dazu kurz blanchiert und dann mit Salz bestreut serviert. Als ich sah, dass Zollinger Samen neu eine Sojabohne anbietet, die besonders gut für die Zubereitung von Edamame sei, musste ich das unbedingt ausprobieren. Die Sorte heisst "Schwarze Hokkaido" und ich kann bestätigen, die blanchierten Bohnen schmecken wie im Sushi Restaurant!
Man isst übrigens nur die Kerne, wobei man die mit Salz bestreuten Schoten durch den Mund zieht und dabei die Kerne rausdrückt. Die leeren Hülsen wirft man weg. Ich werde versuchen, ein paar Sojabohnen bis zur Samenreife stehen zu lassen und nächstes Jahr gibt es bei uns sicher wieder Edamame!
Man isst übrigens nur die Kerne, wobei man die mit Salz bestreuten Schoten durch den Mund zieht und dabei die Kerne rausdrückt. Die leeren Hülsen wirft man weg. Ich werde versuchen, ein paar Sojabohnen bis zur Samenreife stehen zu lassen und nächstes Jahr gibt es bei uns sicher wieder Edamame!
Montag, 1. September 2014
Tiergarten im August
Im August gab es im heimischen Tiergarten schöne Muster in gelb, grün, schwarz und orange zu bestaunen. Zum Beispiel diese auffälligen Streifen des Kartoffelkäfers:
Der Kartoffelkäfer ist ein Blattkäfer, der an Kartoffeln grossen Schaden anrichten kann. Ich habe ihn zum ersten Mal bei mir im Garten gesehen und auch nur ein einziges Exemplar, kurz bevor ich die Pflanzen sowieso aus dem Boden holte. Für mich war der Käfer daher unproblematisch. Auch eine weitere Generation von den wunderschön gemusterten Schwalbenschwanzraupen wuchs im August im Gewürzfenchel heran:
Und ebenfalls im Gewürzfenchel hing diese schön gemusterte Spinne:
Es ist eine weibliche Wespenspinne. Wegen ihrer Musterung nennt man sie offenbar auch Zebraspinne oder Tigerspinne. Die Wespenspinne gehört zu den Radnetzspinnen, welche wunderschöne Netze herstellen. Typisch für die Wespenspinne ist ein zickzackförmiges Muster im Netz. Man sieht es auf dem Foto auch (vom Kopf der Spinne nach unten verlaufend). Sonst scheint mir diese Spinne aber ein bisschen ein Gschtürm in ihrem Fadenkorb zu haben, oder?
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